Thomas Strässle

Das Zusammenspiel der Materialien in den Künsten

30.05. [12.45 Uhr]

Der Vortrag schließt an die in den letzten Jahren in den Kultur- und Medienwissenschaf-ten intensiv geführten Debatten über Ästhetiken des Materials bzw. der Materialität an und will diese um eine grundsätzliche Dimension erweitern: Er fragt nicht bloß nach ›der‹ Materialität künstlerischer Medien, sondern nach dem Zusammenspiel von Mate-rialien in künstlerischen Medien, also nach den möglichen Interaktions-, Imitations- und Interferenzmodi verschiedener Materialien. Dabei stützt sich dieser Ansatz auf die theo-retischen Materialitätsdebatten ebenso wie auf Theorien der Medialität und der Inter-medialität. Der Vortrag wird die Frage nach dem Zusammenspiel der Materialien in den Künsten zum einen methodisch-theoretisch herleiten und zum anderen an konkreten Fallbeispielen – namentlich aus der Literatur – vorführen.

CV

Strässle studierte Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft an der Universität Zürich. Als ein Parallelstudium absolvierte er von 1993 bis 1998 ein Musikstudium mit dem Hauptfach Querflöte. 1997 erhielt Strässle das Lizentiat der Universität Zürich und 1998 das Lehrdiplom für Musik. 1999 folgten das Konzertdiplom und die Promotion der Universität Zürich mit einer Dissertation über Grimmelshausens Simplicissimus Teutsch.
Nach dem Master of Philosophy in European Literature der University of Cambridge (Gonville & Caius College) im Jahr 2000 arbeitete Strässle bis 2005 als Post-doc-Assistent am Deutschen Seminar der Universität Zürich. 2008 habilitierte sich Thomas Strässle an der Universität Zürich im Fach Neuerer deutscher und vergleichender Literaturwissenschaft mit einer Schrift über die Literaturgeschichte des Salzes.
Von 2008 bis 2009 leitete Strässle den Forschungsschwerpunkt Intermedialität an der Hochschule der Künste Bern. 2009 übernahm er eine Vertretungsprofessur an der Universität Zürich. Es folgten von 2009 bis 2013 eine SNF-Förderungsprofessur an der Hochschule der Künste Bern und 2011 der Visiting Professor an der Universität Siena. Seit 2013 ist Thomas Strässle Leiter des Y Instituts für Transdisziplinarität an der Hochschule der Künste Bern (zusammen mit Andi Schoon). Im Herbstsemester 2013 war Strässle zudem interimistischer Direktor des Schweizerischen Literaturinstituts in Biel und im akademischen Jahr 2014/15 interimistischer Fachbereichsleiter Gestaltung & Kunst in Bern.
Daneben ist er Titularprofessor am Deutschen Seminar und am Seminar für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Zürich.
Seit Herbst 2014 ist Strässle überdies Mitglied der Kritikerrunde des Literaturclubs im Schweizer Fernsehen SRF und seit 2013 Präsident der Max Frisch-Stiftung an der ETH Zürich.

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